"Zur alten Stärke im Dorf zurückfinden"
Dieter Lichte sieht Fehlentwicklung in Kleinenbremens Entwicklung

      
Porta Westfalica-Kleinenbremen (mt). Nachdem das Gebäude der ehemaligen "Mönkhoff Scheune" Am Rehm schon teilweise umgenutzt werde und auch das Gebäude Kleinenbremer Straße geräumt ist zeichnet sich ab, dass schon im kommenden Jahr das Hauptgebäude Mönkhoff einer anderen Nutzung zugeführt werden kann, berichtete Ratsherr Dieter Lichte in einer jüngsten Sitzung des SPD-Ortsvereines Kleinenbremen.

Mit dieser Entwicklung kämen laut Lichte dem Dorf nun nach gut zehn Jahren die Früchte der damaligen Entscheidungen nun zugute. Damals hatte sich die SPD und eine große Mehrheit im Dorf gegen den Bau von Zweckhäusern und Containern als Übergangswohnheime für Aussiedler und Asylbewerber ausgesprochen.

Mit diesen Beschlüssen sei es endgültig gelungen, die Ortsbild prägenden Hofgebäude zu erhalten. Gegen den erheblichen Widerstand der CDU im Stadtrat als auch der örtlichen Ortsunion hätten sich die Sozialdemokraten mit ihrer Ratsmehrheit schließlich durchgesetzt, erinnerte Dieter Lichte an Diskussionen der Vergangenheit. Inzwischen wisse man im Dorf, dass diese Maßnahmen richtig waren.

Die Einrichtung eines weiteren Schulangebotes mit der so genannten "Verlässlichen Schule" in den Räumen der ehemaligen Scheune sei ein Weg in die richtige Richtung.
Es sei an der Zeit, dass man sich Gedanken darüber mache, was nun mit den anderen Gebäuden geschehen solle. "Man muss im Dorf wieder zu der ehemaligen Stärke finden, selber Initiativen zu ergreifen um Entwicklungen zu lenken, die dem Ort zugute kommen, anstatt sich von außen etwas überstülpen zu lassen, betont der frühere Bezirksausschussvorsitzende. Bisher habe die Verwaltung als Nachnutzung für die Gebäude den Umbau für Sozialwohnungen vorgesehen, damit macht man sich die Sache etwas zu einfach", so kritisiert der streitbare Politiker. Er warnte davor, dass mit der Schaffung einer so großen Anzahl von Sozialwohnungen in Kleinenbremen auch eine Zentralisierung sozialer Probleme in dem Dorf entstehen könnten. Eine Nutzung, die die wirtschaftlichen Interessen der Stadt berücksichtigen aber auch sozialverträglich für das Dorf sei, müsse angestrebt werden.

Schon in Kürze will der Kleinenbremer SPD-Ratsherr hierüber eine breite öffentliche Diskussion im Dorf herbeiführen.


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19.09.2001
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